| Sonstiges |
Bergholz-RehbrückeDer ehemalige Ort Bergholz-Rehbrücke befindet sich südlich von Potsdam und ist heute Teil der Gemeinde Nuthetal. |
Geschichte von Bergholz-Rehbrücke:Der erste schriftliche Nachweis einer Besiedlung des Ortes stammt aus dem Jahre 1228. Bergholz selbst wurde erstmals 1375 erwähnt. 1427 verpfändete der Markgraf von Brandenburg das Dorf mit sämtlichem Zubehör an Otto von Schlieben. Bis 1662 waren weitere Vertreter des Zaucheadels Besitzer des Dorfes, bis der Große Kurfürst Bergholz wieder auslöste. Der Ort wurde kurfürstliches Amtsdorf. Wichtig für Bergholz wurde das Potsdamer Interesse an den Torfvorkommen im Springbruch. Ende des 19. Jh. begann die Stadtflucht der Berliner, die sich ein Landhaus in der Umgebung wünschten. Die Häuser schossen aus dem Boden, Straßen wurden angelegt und öffentliche Einrichtungen geschaffen. Der Ort Bergholz-Rehbrücke wurde im Jahr 1939 in Potsdam eingemeindet und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder selbständig. Später ging der Ort, mit der so genannten Gemeindereform, an die Gemeinde Nuthetal. Heute zählt die Gemeinde ca. 5.600 Einwohner. |
Die NutheDie Nuthe ist ein Nebenfluss der Havel. Sie ist auf den letzten Metern eine Brandenburger Wasserstraße. Ihre Quelle befindet sich im Fläming (Brandenburg) in der Gemeinde Niedergörsdorf. Nebenflüsse sind die Nieplitz nahe Gröben und das Hammerfließ nahe Woltersdorf. Der Name "Nuthe" könnte germanischen Ursprungs "hnöd" sein und so viel bedeuten wie Graben, Rinne oder Tal. Im Mittelhochdeutschen bedeutet "nuot" "Fuge" oder "Nut". Andere Interpretationen leiten den Namen aus dem altdeutschen Nuth = Noth ab, da die vielen gewaltigen, heute kaum noch nachvollziehbaren Überschwemmungen große Not mit sich brachten. |
Paddeln auf der NutheDie Nuthe ist der Hausbach des KCR. Somit möchten wir hier ein paar Tipps für Paddler geben: Sie ist, bei gutem Wasserstand, im K1 von Jüterbog, im K2 von Woltersdorf befahrbar. Von einer Befahrung in Mannschaftskanadiern raten wir generell ab, da einige Wehre - teilweise über befahrene Straßen - zu umtragen sind und die Nuthe an einigen Stellen recht flach ist. In Richtung Quelle sollte man die Nuthe nicht befahren, die Strömung kann sehr kraftraubend sein. Theoretisch ist die Nuthe an einem Tag zu schaffen. Sollten Sie mit Kindern unterwegs sein, empfehlen wir zwei Tage zu veranschlagen. (Wasserwanderkarte als jpg) Unser Angebot: Unser Verein hat jeden Dienstag und Donnerstag von 17-19 Uhr Training an der Nuthe. Das Vereinsgelände liegt direkt an der Nuthe (Königsbrücke) in Rehbrücke, Zufahrt über die Feldstraße. Paddler können auch gernim Zelt eine Nacht auf dem Bootshausgelände verbringen. |
Die Geschichte des Kanusportes in EuropaErst im 16.- 17. Jahrhundert kamen die ersten Kanus nach Europa. Bis zur heutigen Sportart war es aber noch ein langer Weg. Englische Schifffahrer brachten damals Boote mit in ihre Heimat. Etwa Ende des 18. Jahrhunderts kommen dann durch englische Studenten Kanus nach Deutschland. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts sind nur vereinzelte Kajaks in Deutschland dokumentiert. Die Bauweise der ersten Paddelboote orientierte sich noch mehr an den damaligen Ruder- und Segelbooten und waren recht schwer. Erst 1907 begann Johann Klepper mit dem Bau von Faltbooten. Die Trennung zwischen Paddeln und Rudern wurde damals noch nicht so streng gehandhabt. Viele frühe Vereine waren den Rudervereinen angeschlossen. 1914 fand in Hamburg die Gründung des Deutschen Kanu-Verbandes statt. Die ersten Meisterschaften in Deutschland fanden 1919 statt. Im Jahr 1920 beschloss der Deutsche Kanutag eine Klasseneinteilung der Kanus in Kajaks (K) und "Canadier" (C). Diese Bezeichnungen sind bis heute gültig. |